Südafrika Tag 10: Höhlenforscher


Heute ging es wieder von der Küste weg ins Landesinnere, nach Oudtshoorn. Während an der Küste noch frühlingshaftes Wetter mit Temperaturen um die 18 Grad und Wolken herschten, sind es 100km tiefer 10 Grad mehr und trockenes Klima.

Kurz nach dem Start in Knysna hatte unser Auto durst und wollte einen bleifreien Drink. Shell tonic war gerade im Angebot, also nix wie hin. Die Tankstellen haben keine Selbstbedienung, da wird dir noch getankt. Dafür gibt es danach ein kleines Trinkeld fur den humanen Benzinzapfenhalter. Aber heute hatten wir während dem Tanken gerade noch eine Autowäsche mit Trockenreibung. Vier Leute schwirrten um das Auto herum, einer mit dem Schwamm, der andere mit dem Poliertuch, der dritte putzte die Scheiben und eben der vierte, der das Kernbusiness machte, nämlich tanken. Das Trinkgeld kostete fast mehr als das tanken selber.

Frisch geputzt und gekämmt (zumindest umser Auto) sind wir dann der Küste weiter entlang gefahren zum Wilderness Beach. Ein wunderschöner Sandstrand, berühmt im Sommer dafür, dass die Schildkröten hier ihre Eier ablegen. Man kann also hier gemütlich am Strand liegen und gleichzeitig essen 😉 In der Fruhlingssaison kann man hier Wale beobachten, wie man auf diesem Bild sehr gut erkennen kann (P.S. Mein zweites Business ist Lupen zu verkaufen, meldet euch, wenn ihr eine braucht).

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Der Wal macht eine Fotobombe

Weiter ging es zu den Cango Caves. Dies ist eines der schönsten Höhlensysteme der Welt. Wir wollten zuerst nur ein bisschen ’schauen‘, haben uns dann aber doch spontan entschieden, an einer einstündigen Toir mit zu machen. Ich bin ja eigentlich nicht so der Höhlenmensch bzw. Liebhaber, aber ich habe es nicht bereut. Die Höhle hat ca. 50 Meter nach dem Eingang eine grosse Kammer, welche ca. 90m lang und 50m breit ist. Diese wurde in den 50gern auch schon für Konzerte für bis zu 1500 Zuschauer benutzt, da die Beschallung top ist. Um dies zu beweisen, hat uns unser Höhlenführer ein Privatkonzert gegeben:

unbedingt Ton einschalten!

Der unterirdische Konzertsaal

Die Höhle ist ca 800’000 Jahre alt und war ursprünglich ein unterirdischer Fluss.

Typische Höhlenbewohner

Nach der Höhle ist vor dem Hotel. Unsere Übernachtung ist ein bisschen ausserhalb des Ortes Oudtshoorn und eigentlich ein umgebautes Landhaus mit 12 Zimmern. Aber wunderschön und ruhig, so quasi im Niemandsland. Das ist bisher die einzige Unterkunft die ich kenne, bei welcher es keinen Schlüssel für die Zimmertüre gibt.

Warum auch, den a) sind wir neben einem anderen Paar die einzigen Gäste hier und b) hat es vier kleine Kälber oder grosse Hunde, je nach Sichtweise, als Zutrittskarte. Die sind so abgerichtet, dass sie nichtmal die Angestellten vor fünf Uhr morgens auf das Gelände lassen. Hier ein paar Eindrücke davon:

Das Haus am See…
Eingangsbereich
Der Swimming Pool – für Kurzstreckenschwimmer oder Wendefreudige

Die Zimmer sind sehr klein – aus der Sicht eines Elefantenbullen!

Da lege ich mich nachher hin
Das Badezimmerchen

Und zum Schluss das Abendessen, mit Fleich von einer Antilope, einem Springbock und Strauss, seeeeeehr fein! Sicher von denen, welche wir auf der Safari gesehen haben. Direkt am Kaminfeuer serviert und das Beste – Ju ist glücklich 😉

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v.l.n.r. Antilope, Springbock und Strauss
Warten auf den ersten Gang vor dem wärmenden Kamin
Die Vorspeise – Salat a la Landhaus
Der luftige Speise’saal‘

Heute habe ich es mal wirklich geschafft, einen Blog ohne Tierbilder zu machen, heute haben wir sie lieber gegessen. Wie gestern schon gesagt, wir sind zurück in der Zvilisation.

Morgen wirds wieder ein bisschen stressiger, wir haben ca. 500km zu fahren, also ca. 6 Stunden. Und ich möchte eine Nachtschicht vermeiden, einfach, weil sonst der Stresslevel bei gewissen Personen wieder unnötigt ansteigt 😉

Guet n8.

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