Es geht endlich los, wir reisen für drei Wochen in den grössten Tierpark der Welt – Südafrika!
Und am Beginn einer fernen Reise steht bei uns zumindest immer das Flugzeug, macht einfach keinen Spass per Anhalter 8500 Km Luftlinie zu trampen.
Der Flug startet um knapp vor 23 Uhr, dementsprechend sind alle Passagiere müde und wollen sich nur noch in den komfortablen, mit feinstem Leder und automatischer Massage ausgestatteten Ohrensessel fallen lassen und die Beine hochlegen. Also alles was man in einem typischen Grossraumfluguzeug so standardmässig halt hat. Bis auf eine ältere Dame, die hatte anscheinend ihr 10’000 Schritte Ziel pro Tag noch nicht erfüllt und ist 3x zuerst Gang A nach hinten gelaufen und in Gang B wieder zurück. Sie hat einfach Ihre Sitzplatznummer nicht gefunden, dabei weiss man doch, dass es eine Reihe 13 in den Flugzeugen nicht gibt. Naja, am Schluss ist sie eine Reihe hinter uns gelandet.
Der Flug war in jeder Beziehnung ruhig, das lag vielleicht daran, dass es so saukalt war, dass einem beim Sprechen die Zunge eingefroren wäre. Aber dafür bleibt das in Flugzeugalu gehüllte Fleisch definitiv länger frisch.
Am Flughafen in Johannesburg angekommen, hatten wir 2 Stunden Zeit für unseren Weiterflug nach Nelspruit in die Nähe des Krüger Nationalparks. Und schon haben wir das harte Leben eines Touristen in Südafrika erfahren; 2 Stunden sind knapp, denn man muss das Gepäck wieder entgegen nehmen, neu einchecken und durch den Zoll und alle Sicherheitskontrollen laufen. Aber zum Glück hat es ja im Flughafen so viele fleissige Helferlein welche dir z.B. den Weg zum Abflugsterminal zeigen , bzw. mitlaufen. Aber soooo schnell, dass man gar nicht mitkriegt, welchen Wege er läuft. Zumindest kam es mir so vor, als dass dies der weltgrösste Flughafen ist. Schlussendlich führt er dich zielsicher in die Schlange vor dem richtigen Schalter. Und dann macht er die hohle Hand und sagt, ob ich nicht was vergessen hätte… ok, ein Scheinchen weniger im Portemonaie. Kaum hat er uns verlassen, kommt der nächste und zieht mich wieder von der Schlange weg. Ich solle mit ihm mitkommen, das ginge schneller. Also ihm hinterhergerannt zum nächsten Online Check-in Terminal. Und wieder ein Scheinchen los… Dann in der Abflugshalle steht einer unter der Anzeigetafel mit den Gates. Da winkt doch schon wieder einer und sagt, ich solle ihm nur sagen wohin es geht und er zeigt mir dann wo. Und wieder KEIN Scheinchen weniger, wir haben uns weiterentwickelt und ganz alleine das richtige Gate gefunden.
Der Flug nach Nelspruit war zum Teil geschüttelt und nicht gerührt, im Jumbolino merkst du jede Bodenwelle, äääh, Windstoss. Nach 45 Minuten endlich geschafft, wir kommen in Punta Cana, sorry Nelspruit, an. Der International Kruger Airport sieht fast so aus wie der in der Domrep.

Kaum haben wir das riesige Terminal betreten, haben wir auch schon Löwen entdeckt. Ich habe mich natürlich sofort schützend zwischen den angreifenden Löwen und Judith gestellt.

Jetzt mussten wir noch das letzte Teilstück zu unserer Unterkunft mit dem Mietwagen in Angriff nehmen, nach Hazyview.
Hazyview ist ein Kaff von ca. 4500 Einwohnern, hat aber eine Einkaufsmall, welche x-Mal grösser und morderner ist als alle unsere Zentren in den Schweiz. Diese hatten wir natürlich sofort angesteuert, wir brauchten noch SIM Karten für unsere Handys. Und sonst nichts….. ja wirklich, auch wenn das kaum zu glauben ist, wenn ihr die Blogs der anderen Reisen liest.
Angekommen im Hippo Hollow erwartet uns als erstes dieses Schild. Das wird wohl nix mit Balkontüre auflassen über Nacht.

Die ‚Bungalows‘ sind liebevoll eingerichtet und haben eine kleine Terrasse mit Sicht auf den Fluss in welchem es von Krokos nur so wimmels soll. Ausser ich beobachte den Fluss… nix, nada. Ok, ein Eidächsli habe ich gesehen, das war aber auf der Terrasse.

Dafür wurde ich während dieser Zeit durchgeräuchert. Zuerst dachte ich, dass die Barbecue verrückten Südafrikaner um 4 Uhr Nachmittags schon den Grill anschmeissen, um uns am Abend ein grilliertes Hippo oder Kroko zu servieren (Kroko-Kebab gibt es wirklich auf der Speisekarte). Dabei war es ’nur‘ ein kleines Feuerchen, bzw. mehrere. Die Farmer entzünden extra diese Feuer, das sei kontrollierbarer als ein wildes Feuer. So die Auskunft eines ‚Insiders‘. Vor allem in der Nacht sieht man immer wieder solche Höhenfeuer. Und bei uns gibt es ein Feuerverbot nur weils mal wieder zwei Wochen nicht geregnet hat.

Nun sind wir gerade vom Znacht zurückgekommen und sind todmüde. Ich habe seit 48 Stunden nicht mehr geschlafen. Darum, kurz und bündig: Gute Nacht, bis morgen.
P.S. Wir haben dann doch kein Kroko gegessen.
Coolä Blog – ich freu mi, das cha mer ja voll mitreise😃 – ich wünsch eu ä spannendi Reis 😘
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