Wir haben gut geschlafen zwischen den drei TV’s, die Strahlenbelastung war nicht zu gross. Das Abenteuer Kapstadt kann beginnen. Die elektrischen Fensterstoren öffnen sich und uns zeigt sich der Tafelberg unverhüllt. Wolken hat es leider trotzdem, aber das Wetter soll jeden Tag besser werden.

Kapstadt vom Hotelbett aus
Wir müssen vor dem Zmorge schon eine Aufgabe erledigen, nämlich ‚unser‘ zweites Auto zurück geben. Es hat uns jetzt genau 1467 Km treu begleitet und auch die Mätzchen von Lisa ausgehalten. Danke!
Der Zmorge war ‚Radisson like‘ (= alles vorhanden, was man so braucht und wünscht). Es ist ja nicht unser erstes Radisson auf unseren Reisen und trotzdem speziell, wir sind zum ersten Mal in einem Radisson RED. Ein neues Konzept für die Zielgruppe ‚Millenials‘, also genau unser Alter 🙂 Ich werde morgen ein paar Fotos und Infos dazu schreiben, nur soviel, mir passt das Konzept.
Da heute noch Frauenwetter herrscht (unbeständig, mal warm, mal kalt, viel Wind, weniger Wind, launisch halt), verzichten wir heute auf die Hop on/off Tour, die wir eigentlich immer am Anfang in einer neuen Stadt machen und erkunden die Umgebung per Pedes.
Wir gehen Weg vom ’sicheren‘ Touristenbereich an der Waterfront in die Innenstadt. Es wird ja viel betreffend der Sicherheit in Kapstadt geschrieben, dass man lieber immer ein Taxi oder Uber nehmen sollte wenn man die Waterfront verlässt, egal wie weit weg das Ziel ist. Meiner Meinung nach übertrieben, wir haben bisher auf unserer Reise bis auf zwei Ausnahmen immer nur sehr freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen. Die zwei Ausnahmen waren aus meiner Sicht betrunken oder angetrunken, aber diese ignoriert man einfach und ferig.
Aus dem Weg durch die Strassen kommt man an vielen Häusern vorbei, welche ein Lokal zu vermieten haben.

Wenn man jetzt auf diesen Plakaten nur einen Buchstaben hinzufügen würde, wäre die Bedeutung doch was ganz anderes…
In der Stadt hat es noch viele Prunkgebäude aus der englischen Kolonialzeit, die passen aber ‚irgenwie‘ hierhin. Wir sind dann auch zufällig noch an einen Markt gekommen, aber die haben etwa die gleichen Sachen wie in allen anderen Märkten auf dieser Reise. Hast du einen gesehen, hast du alle gesehen. Und trotzdem gehst du immer wieder hin, es könnte ja sein…






Leider haben wir aber weder auf dem Markt oder in den Geschäften etwas gefunden, was unsere Gier nach vollen Einkaufstaschen befriedigt hätte. Es hat nicht viele internationale Brands hier und der ‚Stil‘ ist halt doch etwas anderes hier. Zudem ist hier das Sortiment auf Sommer eingestellt, was will ich mit Sommer Sandalen in der Schweiz auf der Skipiste anfangen?
Also zurück in das Touristen-Township, zur Waterfront, die Beine werden müde. Wie jede gut situierte Weltstadt hat auch Cape Town ein dauerhaftes Riesenrad. Und was macht ein systemtreuer Tourist? Genau! Aber hier bekommt man noch was für das Geld, wir waren mindestens 15 Minuten im überdimensiinierten Hamsterrad. Obwohl, hier hätte eine Umdrehung gereicht, da es oben anständig windete und die Gondeln doch ziemlich schwankten…




Gegen Abend wurde das Wetter immer besser (aber nicht wärmer) und ich konnte dieses unglaublich seltene Bild von einer Tafelwolke und den Tafelberg auf dem Foto festhalten:


Dank Millennium Hotel und UPC konnte ich am Abend noch live am Z-Match dabei sein.

Ich hoffe, morgen passiert mal wieder was, ansonsten besteht dieser Blog nur noch aus Fotos 😉
se you tomorrow!