Südafrika Tag 13: Wein, Weib und Gesang


Da ich nicht singen kann, nur die ersten zwei. Ok, ich trinke eigentlich kein Alkohol, also nur Weib. P.S. Betreffend ‚eigentlich‘: Keine Regel ohne Ausnahme!

Wir sind am Abend als Mensch ins Bett gegangen und am Morgen als geräuchertes Bü-, Bü-, Bündnerfleisch wieder aufgewacht. Unser Bungalow hat ein Kamin und einen Raum, beziehungsweise ist das Schlafzimmer nur durch eine 2 Meter hohe Mauer abgetrennt, das Strohdach aber ca. 3.50 Meter hoch. Und der Kamin wurde schon rege benutzt, so dass alles, aber auch wirklich alles nach kaltem Rauch riecht. Zum Glück sind wir nicht mehr auf Safari, die Löwen würden uns wohl als Sprinbock wahrnehmen…

Dafür sind wir heute bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen aufgewacht.

Der Blick vom Bett…. auf den Grill

Hier reiht sich Weingut an Weingut und eben Restaurant an Restaurant. Daher war heute Weindegustieren angesagt. Also für Judith, ich… (keine Regel ohne Ausnahme!) Wir wollten also mit dem Weinbus und -tram die Weingüter abklappern. Der Weinbus/tram ist wie ein Hop on/-off Städtesightseeing Bus, es gibt sechs verschiedene Linien, welche so acht bis zehn Weingüter anfahren.

Ich fahre euch von Wein zu Wein…

Unser erster Halt war beim Boschendahl Weingut. Eines der ältesten und grössten in dieser Region. Wir haben uns spontan für eine Weinkellerei Besichtigung und Weintasting entschieden.

Das ehemalige Herrenhaus auf Boschendahl

Im Weinkeller liegen 5000 Fässer, der Manager hat versprochen, allen Teilnehmern eines heimzuschicken. Ich habe ihm dann gesagt, er solle meines mit gutgereiftem Cola füllen…

Sieben Fässer Wein…

Die Führung war auch für mich als Nicht-Weinkenner informativ und spannend.

Das heutige heisse Wetter (über 30 Grad) macht durstig. Und Sie haben uns schon im Bus gesagt, dass wir heute viel trinken sollen, da es so heiss wird. Also haben wir ein kleines Weindegustieren gebucht, 5 Premiumweine. Genauer für Judith, ich habe Boschendahl Blubberwasser getestet.

WeinWasser (nicht Weihwasser) Degustation

Aber, ich verweise auf oben, ‚keine Regel ohne Ausnahme‘, auch ich habe probiert und sogar Unterschiede herausgefunden, nämlich kalt oder warm und brennt im Hals oder nicht. Dies sind meine Weinkategorien. Am Besten hat mir der Dessertwein geschmeckt. Komisch oder?

Beweisfoto: Ich trinke keine Cola, sondern Traubensaft

Nach so viel Wein hatte ich Lust auf was Süsses. Also weiter zu ‚Vrede an Lust‘. Dies ist kein zweideutiges Etablissement, sondern einfach holländisch und heisst Frieden und Leidenschaft.

Das Tor zum Weinparadies

Wir haben dort eine Weindegustation mit Lindt Schokolade vorreserviert, also zu jedem Wein die passende Schoggi. Und, siehe da, mit der Schoggi zusammen finde ich den Wein viel besser. Komisch… 😉 Ich werde von jetzt an also immer eine Flasche Wein im Büro haben, wenn ich meine Zvieri Schoggi esse.

Fusion aus Schweizer Schoggi und Südafrikanischem Wein

Auf dem Rückweg nach Franschhoek waren einige Mitfahrer verdächtig ruhig oder mussten sich beim Ein- und Aussteigen ein bisschen festhalten. Die haben wohl zuviel Schoggi gegessen.

Auch ich habe es ein bisschen ‚gespürt‘. Aber bei mir war es ganz klar eine Unterzuckerung, beziehungsweise Entzugserscheinungen, da ich den ganzen Tag noch keine Cola hatte. Dies haben wir dann sofort in Franschhoek nachgeholt und schon wars mir wieder vögeliwohl.

Den Abend haben wir dann bei Reubens mit einem vorzüglichen Essen ausklingen lassen.

Ein feines Tatar im Reubens
Warten auf Reubens Essen.
Sonnenuntergang – Aufgenommen von unserem Bungalow aus

Morgen geht es zur letzten Destination unserer Reise, nach Kapstadt, mit einem Umweg uber das Cape Horn.

Goeie nag!

Nachtrag: Ich liege gerade im Bett und jetzt ist mir doch promt ein 5cm langes Würmli von den Balken an der Decke auf meine Bettdecke gefallen. Judith schläft schon, ich werde ihr lieber nichts erzählen.. 🙂

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