Wow, die beste Matratze bis jetzt! Geschlafen wie ein Stein. So macht aufstehen Spass 😉
In Hermanus ist dieses Wochenende Walfest. Mit diesem wird die Walsaison eingeläutet, welche bis Ende Oktober andauert. Und die Hauptakteure dieses Fests sind schon zahlreich in der Bucht. Um dies zu erfahren, muss man nicht einmal ins Meer schauen, sondern einfach auf die Tröte hören. Die Stadt hat nämlich extra jemanden angestellt, der, sobald ein Wal gesichtet wird, laut in seine Vuvuzela bläst und so die Bevölkerung darauf aufmerksam macht.

Wie gesagt, es ist Walfest und somit sind sehr viele Leute auf den Beinen. Und jedesmal wenn die Tröte zu hören war, hat das halbe Festvolk ihn angeschaut und die Blicke in Richtung seines Zeigefingers gerichtet. Der hätte seinen Zeigefinger auch in den Himmel strecken können und alle hätten den Wal neben der Sonne gesucht.

Heute hatte der gute Mann viel zu tröten, es waren laufend Wale zu sehen, beziehungsweise den Rücken oder eine Flosse davon. Die Wale sind aber wirklich nahe am Ufer.
Mein stundenlanges ausharren an der Hafenfront mit dem Handy vor dem Gesicht und Krämpfe in den Armen hat sich aber gelohnt, ein Wal, nennen wir ihn Wali, hat mir direkt in die Augen geschaut.

Die Zeit verging wie im Fluge und so war auch schon wieder Mittagszeit. Wir gingen in das Bientang’s Cave, direkt am Meer gelegen und zum Teil in den Felsen hinein gebaut.
Kurzum, nur zu empfehlen, sehr feines Essen und super Lage. Die Wale schwimmen dir schier über den Teller. Unbedingt reservieren.

Auf dem Rückweg zu unserem Auto haben wir noch die letzten Eindrücke von Hermanus eingesammelt, z.B. diesen hier:

Heute war anscheinend allgemeiner Bade- und Waschtag. Oder warum gehen fast alle mit den Kleidern ins Wasser?
Ach ja, auch noch aufgefallen sind mir diese neumodischen Kinderwagen aus voll-Plastik:

Nun ging es weiter nach Franschhoek. mitten ins Weingebiet, ca. 150km entfernt von Hermanus. Man merkt, dass hier mehr Touristen unterwegs sind, die Strassen werden immer besser. Dafür die Radiosender nicht. 10 Minuten blabla, 4 Minuten Musik, wieder 10 Minuten blabla etc. Und die Musik ist in den achtzigern stecken geblieben. Ich habe noch nie in den letzten 38 Jahren sovielmal ‚Video killed the Radiostar‘ gehört…. wird wohl der Strandhit in Südafrika für Sommer 2018.
Trotzden sind wir gut in Franschhoek angekommen, der Hauptstadt für Gourmet Fans. Hier reiht sich ein französisches Restaurant ans andere und jedes beansprucht für sich das Beste zu sein. Dafür haben die Preise auch deutlich angezogen, wir bezahlen jetzt für ein Roastbeef mit Beilage umgerechnet ca. 20 Franken, anstatt zehn. Und trotzdem immer noch halb so teuer wie in der Schweiz.
Wir haben uns hier den Traum vom eigenen freistehenden Häuschen wahr gemacht… wenn auch nur für 2 Nächte. Wir wohnen auf einer Weinfarm, auf welcher es neben 10000 Reben auch noch ein paar Bungalows hat, komplett eingerichtet mit Küche, Chemine, eigenem Pool, Veranda etc. und das wichtigste für mich natürlich… einem Kugelgrill.


Den Abend genossen wir auf einer der vielen Weingute, welche meistens einen Gourmettempel beherbergen. Aber eben, schon sackteuer, ganze 70 Franken haben wir für den kompletten Abend ausgegeben, inkl Apero, Haupt- und Nachspeise, plus Getränke 🙂
Hier noch ein paar Impressionen davon:






Morgen geht es wieder auf Safari…. auf Weinsafari. Bis dann!