Südafrika Tag 11: Der sechste Punkt


Heute war Autofahren-Tag angesagt. Über 500km sind geplant, ca. 6 1/2 Stunden Autofahrzeit. Hier gibt es eigentlich nur zwei Strassen’sorten‘, entweder geteert oder eben nicht. Keine Unterscheidung nach Autobahn, Schnellstrasse, Dorfstrasse, Pass- oder Nebenstrasse. Sieht immer gleich aus, genaugleiche Breite, am Strassenrand Kühe, Ziegen, Affen und Menschen und gleichviele Schlaglöcher. Nur die Geschwindigkeitstafeln ändern sich, von 40 bis 120 km/h. Wobei man bei 120 km/h eigentlich nicht mehr von fahren sprechen kann, sondern eher von Tieffliegen, da der Belag vielfach alles andere als eben ist.

Zuerst sind wir nach Outdtshoorn gefahren, Judith brauchte unbedingt Swiffer Staubtücher Ersatz. Die Region von Outdtshoorn ist bekannt für die vielen Straussenfarmen, aus dessen Federn auch die afrikanischen Swiffer sind.

Staubwedel mit Quelle im Hintergrund
Zeigt her eure Federn

Danach sind wir auf der Route 62 quer über die Berge Richtung südlichster Punkt von Kontinentalafrika. Dabei haben wir etwa 4 Pässe erzwungen, die Landschaft ist hier viel grüner und hügeliger. Auf dem oberen Bild ist übrigens die Passstrasse zu sehen, Geschwindigkeitsbegrenzung bei 100 oder 120 km/h. Bei dieser Geschwindigkeit wäre es gut, wenn in den Kurven zum Teil eine Steilwand anstatt ein einfaches Mäuerchen stehen würde.

Wie auf einer Achterbahn, immer rauf und runter

Aber die Landschaft finde ich schön, sanfte Hügel, viel Grün und ja, heute wieder mal blauer Himmel.

Weiter ging es zu dem Punkt, wo sich das Meer teilt. Nein, nicht das Rote Meer! 🙂 Cap Agulhas heisst der biblische Ort und ist der südlichste Punkt von Afrika. Von hier aus ein kleiner Schwumm und man ist in der Antarktis. Dazu ist hier noch die Trennung zwischen indischem Ozean und Altantik. Ich habe aber ganz genau hingesehen und beobachtet, dass die Wellen ohne vorzeigen eines Passes die Grenze überqueren konnten.

Zwischen zwei Weltmeeren
Blick von südlichsten Punkt zum südlichsten Leuchtturm

Der Ort Agulhas ist ein Wohnort für die Gutbetuchten und Kurzhaarfrisur-Liebhaber. Sehr viele mittlere bis grössere Häuser, immer mit Garten rundherum und viele mit eigenem Boot. Aber extrem windig. Da hilft auch drei Wetter Taft nicht mehr.

Wer kennt sie noch? Die Frisur sitzt… TV Werbung in den 80igern

Die meisten Häuser haben eine riesige Glasfront. Kein Wunder bei dem Anblick; Der wilde Ocean mit den schäumenden Wellen, welche an den Klippen ‚zerschellen‘, dazu noch die Riesenmöven…. einfach malerisch.

Das erste datierte Flüchtlingsboot?

Letzer Fixpunkt heute ist Hermanus, wo wir auch übernachten. Hermanus ist der Wal-Hotspot an der Garden Route. Und hier hat es auch zum ersten Mal mehr Touristen als Einheimische und auch die Restaurants schliessen nicht um 8 oder 9 abends, sondern um 10 🙂

Unser Hotel ist direkt im Zentrum und am Meer, wir können vom Bett aus Wale beobachten, wenn sie denn mit einem Vorder- und Rücklicht ausgestattet wären. So ist es einfach nur dunkel beim Blick aufs Meer.

Aber ich konnte meine erste Bekanntschaft mit diesen Riesenfischen noch vor Sonnenuntergang machen, es sind ca. 10 Wale in der Bucht. Der sechste Punkt, bzw Big 6, ist somit geschafft

Hermanus kurz vor Sonnenuntergang

Ganz eindeutig – Wale!

Morgen versuchen wir unser Glück nochmals mit Whalewatching bevor es zum Weinwatching geht.

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