Heute war endlich wieder mal ein gewöhnlicher Ferientag ohne ‚böse‘ Überraschungen und doch speziell, wir konnten heute laut BINGO schreien, Big 5 ist geschafft.
Die Nacht war hell, aber mal wieder so lang, dass es draussen heller war als drinnen als wir aufgestanden sind. Doch welcher Dödel-Architekt (sorry Sebastian ;-)) plant in einem Hotel neben jeder Zimmereingangstüre ein bodenhohes Fenster ein und auf dem Flur alle zwei Meter ein Hochleistungsstrahler (ok, ist nur eine gewöhnliche Lampe), sodass die ganze Nacht das Licht ins Zimmer strahlt? Sicher einer, der bisher nur Bordelle geplant oder ein ‚dunkles‘ Geheimnis hat. Zumindest wäre es schön, wenn es mindestens Vorhänge hätte, nicht jeder ist eine Nachteule.
Darum habe ich heute Abend einfach auf dem Flur die Glühbirnen aus den Lampen in der Nähe von unserem Zimmer rausgeschraubt, Problem gelöst. Jetzt sieht es im Flur dafür aus wie in einem Darkroom.
Das Hotel selber ist aber ansonten top, mehr im Boutique Stil und gleich beim Touristen Ghetto, also Waterfront. Es hat einen schönen Innennhof mit kleinen Shops und einem Cafe, in welchen auch das Frühstück serviert wird.

Wir haben uns heute kurzfristig nochmals für einen Tiertag entschieden, der Leo fehlt uns noch in der Big 5 Sammlung.
Unser Ranger heute war ein junger Mann, ziemlich dünn, aber lang und ein bisschen scheu. Zumindest konnte er uns nicht lange in die Augen schauen. Aber dafür sehr viel Tierwissen, welches er gerne mit uns teilte. War wirklich sehr informativ, z.b.wusste ich nicht, dass alle Katzen bis auf den Leopard nur schwarz/weiss sehem können oder der Gepard eine eingebaute Zoom Funktion in seinen Augen hat. Mit dieser kann er weit entfernte Beute heranzoomen. Ob er auch einen eingebauten Blitz hat, weiss ich leider nicht. Und das Beste, der Ranger hies Sheldon. Ich habe seinen Namen erst nach der Tour erfahren, mir ist aber immer Sheldon von der TV-Serie Big Bang Theory in den Sinn gekommen, wenn ich ihn angesehen habe. Es gibt ihn also wirklich…
Dank Sheldon haben wir nun auch den Leo live gesehen und als ‚Goodie‘ noch einen afrikanischen Luchs, welcher uns immer anfauchte.


Der Leopard ist wirklich ein superschönes Tier, so elegant, leichtfüssig und das Fell einmalig schön. Könnte mein neues Lieblingstier werden.
Sheldon hat uns auch erklärt, was es mit diesen Bäumen auf sich hat, welche man immer mal hin und wieder antrifft:


Diese Vogelnester bauen die Männchen, damit es die Weibchen wieder kaputt machen können. Verschiedene Männchen bauen also ein Haus und hoffen, dass es die Angebetete schön findet. Wenn nicht, kappt das Weibchen einfach die ‚Nabelschnurr‘ des Nestes und es fällt auf den Boden. Pech gehabt! Der Besitzer des Nestes, welches als letztes zurückbleibt hat dann das Glück, dass das Weibchen miteinzieht und wahrscheinlich dann als erstes in ein Einrichtungshaus geht und die ganze Wohnung umkrempelt. Wie bei uns Menschen halt.
Zurück in Knysna sind wir ins Stadtzentrum gefahren, wir wollten jetzt mal, bzw. das erste Mal in diesen Ferien, eine Safari für Judith machen, also in Shops schmöckern. Was hier auffällt ist, das es sehr viele Einrichtungshäuser, bzw. Shops spezialisiert auf Innendekoration hat. Logisch, bei diesen riesigen Wellblech- oder Holzhütten der Einwohner ist das Verkaufspotential natürlich gross. Auch das Auto kann man fast überall parken, zumindest dort, wo es lebende Parkuhren hat. Die erkennt man am gelben Gilet, welches sie anhaben. Man gibt ihnen einfach ein paar Münzen, dafür passen Sie auf dein Auto auf.
Ach ja, den südafrikanischen Weihnachtsbaum haben wir auch schon entdeckt:

Gegen Abens sind wir dann noch zu Margaret’s Viewpoint gefahren, von hier hat man einen schönen Ausblick auf die Bay (Bucht) von Knysna:




Morgen geht es weiter nach Oudtshoorn, weg von der Küste ins Hinter(Wein)land. Wahrscheinlich mal ein Tag ohne Tierfotos 🙂
See you