Südafrika Tag 7: Family Day


Die letzte Safari stand heute Morgen auf dem Programm. Danach geht es weiter Richtung Süden in die ‚Zivilisation“. Leider spielte das Wetter am Morgen wiederum nicht mit, der Himmel war grau und es nieselte. Daher war die Tour heute nicht so ausgiebig in der Zeit, dafür intensiver. Das heisst, die wenigen Tiere, welche wir aufgespürt haben, wurden intensiv begutachtet.

Da war zuerst einmal die einsame Hyäne auf der Strasse, welche sich schnuppernd unsererem Jeep näherte. Ich hätte doch vorab ein Fisherman nehmen sollen, dann würde mein Atem nicht so nach vergammelten Fleisch vom Abendessen von gestern riechen und Kollege Hyäne hätte nichts zu schnuppern. Naja, vielleicht war ja heute auch einfach ein Schnuppertag.

Du riechst so gut…

Es dauerte doch einige Zeit, bis sich das Viech wieder vom dannen machte.

Bald darauf wurden wir Zeugen einer Affenparty. Da hatten sich einige Familien zusammengetan und veranstalteten einen Brunch oder so was ähnliches. Auf einem Baum, nennen wir ihn Affenbaum, spielten mind. 10 kleine Äffchen fangis, während die Eltern auf dem Boden sich angeregt unterhielten. Bis plötzlich ein oder zwei Junge auf die Strasse abhauten, direkt vor unseren Jeep. Mei, war da Mami böse und holte ihre Kleinen sofort von der Strasse weg. Ich bin mir sicher, die Kleinen mussten heute Abend ohne Znacht ins Bett.

Heinz-Rüdiger, komm sofort von der Strasse runter

Ausser einige Impalas, Büffel und Piepmätze haben wie leider nichts mehr gesehen auf der heutigen Safari. Wir werden also ziemlich sicher auf dieser Reise nicht ‚Bingo‘ rufen könmen, die Big 5 haben wir verpasst. Hätte der Ranger vor 3 Tagen, als wir den Geparden vor sie Linse bekamen, uns doch nur im Glauben gelassen, dass dies ein Leopard ist, wir hättens ihm abgenommen und wären so als glückliche Kunden nach Hause. Aber so….

Egal, wir müssen weiter nach Umdloti, in der Nähe von Durban. Also alles gepackt, ausgescheckt und kurz darauf wieder eingecheckt. Aber nicht ins Hotel, sondern ins Auto. Nun sind wir startklar zum abfahren, wir müssen einmal durch den ganzen Park. Kaum fünf Kurven gemacht, haben wir plötzlich mehrere laufende Bäume in der Ferne gesehen. Eine ganze Horde Giraffen, gross und klein, friedlich am Strassenrand am futtern.

Marco und die sieben Giraffen

Da fährt man x-Safaris mit ausgebildeten Rangern und Fährtenlesern und sieht immer nur einen oder max. 2 am gleichen Ort. Und dann fährt ein neuer Ranger, nennen wir ihn Marco, mit der Fährtenleserin, nennen wir sie Judith, kaum 5 Kurven weit und sieht eine ganze Sippe, mind. 7 auf einen Schlag. Ich wäre sicher gerade Employee of the year geworden.

Die Fahrt nach Durban verlief sonst eriegnislos und zügig. Kein Wunder, das meiste ist Autobahn. Obwohl, die Unterscheidung zwischen Autobahn und Dorfstrasse sieht man am Strassenrand nicht. Auch am Autobahnrand grasen Ziegen oder Kühe, laufen Menschen gemütlich, mit oder ohne Spazierstock, entlang oder Kinder spielen knappe 30cm von der ersten Spur miteinander. Oder ein Auto bremst plötzlich abrupt ab und nimmt einen Anhalter mit. Ja, warum auch nicht, die Autos fahren ja auch nur 120.

Wir sind ohne Kind oder Geiss auf der Kühlerhaube nach knappen drei Stunden gut in Umdloti angekommen, einem Vorort von Durban für die Oberschicht. Da reiht sich Villa an Villa oder an eine gut bewachte Residenz, sieht ein bisschen aus wie in St. Tropez. Auch unser B&B ist eine umgebaute Villa mit ein paar Zimmern zum vermieten. Sie liegt direkt am Meer mit feinkörnigem Sandstrand. Nur spielt auch hier leider das Wetter nicht ganz mit, es ist bedeckt und hat grosse Wellen. Was wiederum die Delfine und Wale nicht mögen und daher leider auch nicht zu sehen sind. Zumindest nicht über dem Meerwasserspiegel 😉

Sprung vom Bad direkt ins Meer

Wer sieht die Wale und Delfine?

Wir möchten in diesen Ferien auch ausnahmsweise mal früh aufstehen, daher lassen wir den Wecker morgen mal um 4.45 klingeln. Einfach so aus Spass.

Nicht ganz, leider wurde unser ursprünglicher Flug, welcher um 10 nach Port Elizabeth gehen sollte, gestrichen. Die Airline gibt es nicht mehr, bzw. ist gegroundet. Jetzt gehts halt mit einer anderen Fluggesellschaft weiter, aber das sind dort anscheinend alles Frühaufsteher oder auf Drogen.

Deshalb, good night und bis morgen.

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