Yeah, endlich keine Diskussionen und Zeitverschwendung betreffend wo wir Zmorgen essen. Das Frühstück ist inklusive in der Übernachtung. So gewinnen wir wertvolle Sekunden für das Sightseeing.
Heute wollen wir per Hop on/off Bus den 5.5 Millionen Stadtstaat erkunden. Wie viele andere Touristen auch, denn Singapur gehört zu den Top 10 der Welt betreffend Anzahl Übernachtungen von Touristen pro Jahr.
Es gibt sieben Buslinien, zwei davon fahren bei uns in der Nähe des Hotels vorbei. Aber es ist wie mit der Schlange vor der Kasse im Migros. Immer in der, in welcher ich stehe, geht es am langsamsten. In der Zeit wo wir auf die braune Linie warten, kommt dreimal der Bus der gelben vorbei. Die gelbe wollte ich aber um keinen Preis nehmen, die fährt die Orchad Road ab. Und das ist DIE Shoppingmeile von Singapur. Und wenn Judith davon Wind kriegt… 🙂 Obwohl, Singapur ist EIN grosses Einkaufzentrum, da ist es eigentlich egal, wo man ist.
Fie Linie führt am indischen, chinesischen und muslimischen Viertel vorbei. Jedesmal gleich eine andere Welt. Linke Strassenseite der britisch kolonialistische Stil und rechts dann das des jeweiligen Viertels. Immer schön abgegrenzt. Aber auch an architektonisch ‚kuriosen‘ Gebäuden, wie z.B. dieser Tempel von Singapur-Babylonien. Ist aber in Wirklichkeit nur ein normales Geschäftshaus.
Bild 1 – Kannst du mal bitte schnell die Pflanzen am Fenster giessen?
Oder aber auch an farbenfrohen Häuserreihen. Pastell ist in!
Bild 2 – Farblich durchgezogen bis zur Dachrinne
Sogar das RAV von Singapur (Departement für Arbeit) hat farbige Läden. Wahrscheinlich eine Arbeitsbeschaffung für die Arbeitslosen.
Bild 2a – Sieht aus wie ein überdimensioniertes Master Mind Spiel
Weiter gings zum Marina Sands Bay Hotel. Mit über 2500 Zimmern nicht gerade ein kleiner Klumpen, schon eher eine eigene Stadt mit Shoppingcenter und Casino. Bauherr und Besitzer ist eine Firma aus Las Vegas. Und so sieht es auch aus. Drei riesige Towers, zuoberst verbunden mit einem ‚Schiff‘, Für mich sieht es eher aus wie ein gekrümmtes Surfbrett. Dort oben ist auch der Hotelpool untergebracht und eine Aussichtsplattform für nicht Hotelgäste. Also 23 Dollar bezahlt und rauf mit dem Lift.
Bild 3 – Himmlisches Surfbrett
Vorher aber noch schnell unser grünes Mietauto geparkt, wir haben gerade noch den letzten Parkplatz direkt vor dem Haus ergattert:
Bild 4 – Grün ist ja die Farbe der Hoffnung…
Oben angekommen war ich erstaunt. Es sieht ziemlich leer aus, obwohl ja unten alle Parkplätze besetzt sind. Ha, sind wohl alle Touris noch an einem Restaurant für den Zmorge am suchen. Oder vielleicht war es auch das Wetter, die dunklen Wolken kommen näher und näher….
Bild 5 – Freie Sicht für freie Bürger
Die Aussicht ist genial. Von hier aus kann man fast das ganze Land überblicken. Wo ist dies sonst noch möglich, ausser im Vatikan vielleicht.
Z.B. blickt man auf den wohl weltgrössten Hafen. Die Schiffe im Hintergrund, welche aussehen wie Mikado Stäbe, sind alle geankert. Und irgendwie verständlich, dass die Hafenbehörde nicht sooooooo einen langen Steg bauen wollte. Im Vordergrund sieht man den botanischien Garten.:
Bild 6 – Schiff Mikado auf dem Meer
Ich habe noch nie soviele F1 Strecken gesehen wie in diesen Ferien:
Bild 7 – Singapore Flyer mit F1 Strecke
Und dann gibt es hier noch dieses Fussballfeld auf dem Wasser. Hier möchte ich nicht Balljunge sein 🙂 Und es gibt nur eine Osttribüne. Wenn du also Tickets für die Südkurve hast, pech gehabt:
Bild 8 – Du hast ihn rausgeschossen, Du musst ihn holen!
Jaaaa, auch die zwei wollen sich noch zeigen….
Bild 10 – Die kleine gemütliche Raum für das Check-In
Das Wetter unten ist ganz anders als oben, da sieht man mal wieder, wie hoch das Hotel ist. Oder ist der Lift so langsam? Unten regnete es in Strömen als wir auf den Bus warteten.
Bild 11 – Singing in the rain…
Weiter gings zum Merlion Park, Dort steht DAS Wahrzeichen von Singapur. Merlion ist eine Mischung aus MERmaid und LION. Leider war die Meerjungfrau sehr scheu und kam nicht aus ihrem Versteck raus. Wenn wir schon beim heiteren Ratespiel ‚Woher kommt der Name‘ sind, der Name Singapur setzt sich aus dem alt-indischen zusammen aus Singa (Löwe) und Pura (Stadt). Wieder was gelernt heute, hä? 🙂
Bild 12 – Merlin wurde gerade gewaschen
Danach stiegen wir in die gelbe Linie, die längste Route.
Bild 13 – Auch die gelbe Linie hat rote Kopfhöhrerkabel
Diese führt aber auch am Ort des Grauens vorbei, der Orchard Road 🙂 Aber Judith hat es sich verdient, sie war gaaaaaanz brav ×-) Also rein ins Getümmel. Wir haben uns im Voraus ein ‚Plan‘ per Google Maps zurechtgelegt, welche Geschäfte ‚must have‘ sind. Ansonsten verirrt und verliert man sich an dieser Mega Shoping Meile. Das reiht sich Glattzentrum an Glattzentrum, nur viel grösser und vor allem moderner.
Bild 14 bis 16 – Orchard Road mit den gemütlichen Tante Emma Läden
Die Orchad Road ist ca. 2.2 km lang, wir haben in 3 Stunden etwa 500 Meter geschafft. Da wird ein zweiter Abstecher am Donnerstag wohl nötig. Nach dem Eindunkeln hört man das laute zirpen der Zikarden in den Bäumen. Was heisst laut, das geht schon fast unter Lärmbelästigung. Das müssen tausende in den Bäumen sein.
Am Schluss haben wir noch bei unserem Lieblingsitaliener den Tag ausklingen lassen. Dafür gehen wir wieder zum Robertson Quay.



