
Jipppppiieeehh, Summertime! Aufgewacht mit Sonnenschein und einer kalten Nase. Wir haben diese Nacht auf grün gemacht und keine Klimaanlage angestellt, sondern das Fenster offen gelassen. Aber am Morgen war es im Zimmer sooooo sch… kalt. Darum habe ich vom Skifahren geträumt.
Der Kälteschock währte aber nur kurz, es wurden wieder über 30 Grad im Laufe des Tages gemessen. Heute wurde fleissig das Ein- und Aussteigen vom Auto geübt. Auf der heutigen Strecke nach Apollo Bay waren einige ‚Lookouts‘ an der Great Ocean Road angesagt, zum Teil im Abstand von 2 km. Am Abend konnten wir schon synchron die Türe aufmachen und innerhalb von 2.3 Sekunden aussteigen. Tja, geübt ist geübt 🙂
Der erste Stopp war beim ‚The Grotto‘. Wir hatten uns schon auf das Risotto im Grotto gefreut, doch da war ’nur‘ ein Loch.
Bild 1 – Das Fake-Grotto bei Port Campbell
Zu diesem kann man per Treppe runtersteigen, dann sieht es doch gleich viel freundlicher aus.
Bild 2 – The Grottoooooooooooo wie schöön!
Weiter ging die Reise nach London, genauer gesagt, zur ehemaligen London Bridge. Die hatte auch schon bessere Tage und war bis 1990 eine Felsbrücke mit zwei Bögen, welche auch zu Fuss betreten werden konnte. Heute müsste man ein kurzes Stück dazwischen schwimmen, da der erste Bogen im Januar 1990 einstürzte. Seitdem heisst das ganze Gebilde London Arch.
Bild 3 – Aus Bridge wurde Arch, London blieb
Einen Kilometer weiter haben wir London verlassen und sind nun beim nächsten Loch mit dem einfachen Namen ‚The Arch‘. Anscheinend besser gebaut als von den Londonern, diese hält (noch).
Bild 4 – Noch ein Loch, einen Kilometer vom anderen Loch entfernt
Wen man die Kamera um 180 Grad schwenkt, bekommt man diese grossartige Landschaft vor die Linse:
Bild 5 – Die Rückseite vom Loch
Weiter gings zum….. Nein, nicht zum nächsten Loch. Hier hat nur der Name das Wort Loch, dies aber erst seit 2009. Bis dahin war es eine Art Schlucht, die zwei heute verbleibenden Felsbrocken im Wasser waren miteinander verbunden. Das Loch Arch Gorge kam wegen eines tragischen Schiffunfalls zu seinen Namen.
Im Jahre 1878 sank hier das Schiff Loch Arch, 50 Menschen starben, nur zwei überlebten, Tom und Eva. Ihnen zu Ehren heissen diese zwei Felsen im Wasser nun Tom und Eva.
Ein paar Meter weiter, sieht man das sog. Blowhole Panorama, mit diesem Gestein im Wasser. Die Gedanken sind frei, was es denn darstellen könnte… Judith sieht hier halt was anderes als andere 🙂
Und jetzt der Höhepunkt der Great Ocean Road, DER Touristenmagnet. Die 12 Apostel sollen anscheinend das zweitmeiste fotografierte Ort in Australien nach dem Ayers Rock sein.
Die Kalktürme der Zwölf Apostel sind geologisch gesehen nur eine Erscheinung von kurzer Dauer. Die Wellen holen sich einen nach dem anderen, gerade 2005 ist ein 50 Meter hoher Apostel zusammengestürzt. Da warens nur noch acht. Allgemein wird Australien immer kleiner. Die Steilküste in diesem Abschnitt weicht jedes Jahr um 2 cm zurück. Wer also Australien noch erleben will, sollte sich beeilen 🙂
Bild 6 – Fünf der acht Apostel
Der Andrang hier ist wirklich sehr gross. Ich fühlte mich wieder wie in Shanghai, die Chinesen haben die Apostel voll im Griff.
Bild 7 – Fast ganz alleine bei den Aposteln
Auf der anderen Seite hat es noch 2 Apostel. Das wären dann sieben, den Achten habe ich nicht gefunden. Aber vielleicht ist der Scheu und kommt nur raus, wenn es dunkel wird.
Ach ja, hier noch ein Aposteltourist, aber mal ein Einheimischer:
So, das reicht an Steinen und Löchern für heute, jetzt sind mal wieder Bäume und Jööööh-Tiere angesagt, weiter gehts in den Great Otway Nationalpark. Auf der Fahrt dahin sind wir noch bei einer Ebay Filiale vorbei gekommen. Jaja, die sind halt überall…
Bild 10 – Ebay Filiale im Regenwald
Der Great Otway NP ist ein sehr dichter Regenwald, hat aber auch viele Eukalyptusbäume. Und dies ist das Stichwort für Koalabären.
Bild 11 – Bäume, soweit das Auge reicht im Great Otway NP
Die ‚hängen‘ hier wie Früchte in den Bäumen und interessieren sich keinen Deut für die knipsenden Touris am Boden.
Bild 12 – Nichts bringt mich aus der Ruhe…
Bild 13 – Hang loose, einfach mal die Seele baumeln lassen
Wir haben zwar nur schlafende Bärlis gesehen, aber ganze Baumreihen zeugen davon, dass diese auch Hunger haben.
Bild 14 – Die Vorratskammer ist leer
Wir haben dann noch einen Nachmittagsspaziergang im Wald gemacht und dies mitten im Dickicht entdeckt:
Ein kleiner Friedhof einer Famile aus dem 18. Jahrhundert. Eigentlich ein schöner Ort um ewig zu liegen.
Zum Schluss noch das obligate Selfie. Ich wollte aber unerkannt bleiben.
Bild 16 – Judith und der anonyme Selfianer
Morgen ist schon die letzte Etappe mit dem Auto nach Melbourne geplant. Nochmals Dschungel geniessen, bevor es zurück in die Zivilisation geht.





Hey so coooool… Gnüsseds!! Ich wett auuuu! (aber isch mir echli zwiit….) Ganz än liebä Gruess – vo eus allne… mir gönd jetzt dänn echli go Skiifahre 🙂 See you soon – hoff ich doch! IRIS
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