
Zweiter Tag mit Regenwetter. Ab morgen soll es wieder Hochsommer werden. Hier zuerst mal der Beweis, dass auch ich zwischendurch ein gesundes Frühstück esse. Ok, vor dem gab es Speck mit Ei. Und danach ein Muffin.
Bild 1 – Muss auch mal sein…
Den Morgen verbrachten wir in der Retortenstadt Canberra im Regierungsviertel. Pompös, aber irgendwie kommt es mir vor wie in einem Science Fiction Film. Alles blitzeblank, alles geometrisch geordnet, viel Sicherheitsleute und Polizei, anonsten leer, mucksmäuschenstill, hightech. Es fehlen wirklich nur noch die Laserpistolen und das eben gelandete Raumschiff mit den 5 Äugigen, fremdgesteuerten Soldaten, welche die Macht übernehmen wollen.
Bild 2 – Die Macht sei mit dir – Das Parlamentsgebäude von Australien
Bild 3 – Der grosse Saal im Parlamentsgebäude mit dem hochpolierten Parkett.
Das Parlament besteht aus 226 Abgeordneten. Und etwa genau so viele Pokale sind im Gebäude ausgestellt. Aber nicht etwa von berühmten australischen Sportgrössen. Nein, die Ausstellung zeigt die Pokale, welche das Parlamentshaus, bzw. deren Abgeordneten gewonnen haben. Sei es im Rugby, beim Golfen, Turnen, Jassen, Mikado, Luft anhalten oder in einer noch zu definierenden Sportart. Ich frage mich nur, wer die Gegner waren.
Bild 4 – Ein Teil der Parlamentspokale
Canberra auf einer Meereshöhe von 550 Metern ist mit knapp 350’000 Einwohnern die grösste Stadt in Australien, welche nicht an der Küste ist. Ist also von der Einwohnerzahl etwa so gross wie Zürich, aber von der Fläche 9x grösser. Das merkt man überall, es hat einfach Platz zum ‚versauen‘. Der Mount Ainslie ist dann so quasi der Uetliberg mit einer Höhe von 842 Meter. Von dort oben hat man einen grossartigen Überblick über die Stadt und wie sie geometrisch aufgebaut ist. In der Mitte sticht der grosse Paradeweg vom Kriegsdenkmal zum Parlament heraus.
Bild 5 – SimCity in real
Gegen Mittag sind wir dann mit einem Umweg über das Kangaroo Valley und Hyams Beach zur unserer nächsten Übernachung nach Batemans Bay gefahren.
Leider hat es im Kangaroo Valley geschifft, so dass sich die Känguruhs unter ihren Regenschirmen versteckten und wir keines zu Gesicht bekamen. Doch, zwei haben wir gesehen, leider ziemlich flach und regungslos. Was bei uns mit den Rehen im Wald bei einem Zusammenstoss mit einem Auto immer wieder mal passiert, kommt hier mit den Kängurus vor.
Bild 6 – Hat den zwei Kängarus auch nichts genutzt
Bild 7 – Heute war grosser Auto Waschtag angesagt
Die Vegetation ist aber schon einmalig schön. Es wechselt immer wieder ab zwischen üppigen Regenwäldern, in welchem man hinter jedem Baum eine giftige Schlange vermutet und riesigen Weiden für Rinder.
Bild 8 – Quer durch den Regenwald – welcher seinem Namen heute aller Ehre gemacht hat
Bild 9 – Musste heute als Ersatz für die Kängurus herhalten
Wir sind dann weiter die Küste südwärts gfahren und wollten noch einen Abstecher an den Hyams Beach machen. Das Wetter dazu war ja ideal…
Der Hyams Beach soll der Strand mit dem weissesten Sand haben. Für mich ist es der nasseste. Dafür hatten wir den ganzen Strand für uns alleine. Der Sand ist sehr feinkörnig und ist auch nass ziemlich weiss. Könnte also hinkommen, dass dieser, mit Ariel gewaschener Sand, der weisseste ist.
Bild 10 – nur Ariel wäscht weisser (bei schönem Wetter)
Bild 11 – Passt! Weisser Sand zu weisser Weste…
Vom Hyams Beach waren es dann noch um die 100km zu Batemans Bay, wo unser nächstes Hotel, bzw. Boutique Hotel auf uns wartet. Die Begrüssung war sehr freundlich. Es hing einfach ein Brief am Eingang mit unserem Namen drauf und einem Brief drin. In diesem stand, dass die Reception schon geschlossen ist (um halb sieben…), wir Zimmer Nummer 3 haben und einfach reingehen sollen, der Schlüssel steckt. Einfach und unkompliziert. Die Türe aufgemacht und was sticht ins Auge:
Bild 12 – Ja, ist denn schon Wehnachten.
Ich habe jetzt mit Judith abgemacht, dass ich dies auch jeden Tag auf meinem Bett zuhause wünsche…
Batemans Bay ist hat ca. 10’500 Einwohner und lebt vom Fischem und den Touristen aus Canberra. Diese kommen anscheinend in Scharen während den Sommerferien (welche am 29.1 endeten). Danach ist aber tote Hose, also toter als tot! Viele Restaurants sind geschlossen und die Strassen sind menschenleer.
Bild 13 – Die Hauptstrasse in Bateman Bay – ziemlich überlaufen um ca. 20.30 Uhr
Wir haben dann doch noch ein Restaurant gefunden, welches offiziell bis 22 Uhr offen hat. Und wir konnten uns knapp noch einen Platz ergattern ( um 19 Uhr).
Bild 14 – Ist hier noch ein Platz frei?
Als wir das Restaurant so um 20.30 berliessen, waren wir die letzten. Die Türe wurde abgeschlossen und das Licht abgeschaltet. Das nennt man flexible Arbeitszeiten.
Morgen, wenn es hoffentlich schöner ist, gehen wir auf Känguru Jagd. Ich verlasse dieses Land nicht bevor ich so ein Viech gesehen habe 😊













