6.2.17 – Das Geisterhotel im Regenwald


6.2

Wieder ein heisser Tag mit 35 Grad. Und das einzige mal auf der Reise, wo unser Frühstück in der Übernachtung inklusive ist. Also kein suchen… 🙂

Heute sind wir in Katoomba, welche das touristische und kulturelle Zentrum der Blue Mountains darstellt und 1000 Meter über Meer liegt.

Bild 1 – Hauptstrasse von Katoomba

The City that ever sleeps – oder so ähnlich muss der Slogan vom Katoomba heissen. Wir sind so um halb sieben im Hotel angekommen umd das erste was wir zu hören bekommen ist, dass wir aber subito zur Hauptstrasse gehen sollen, wenn wir nochs essen wollen. Die Restaurants schliessen um 20 Uhr! Ähhh, also kurz nach Mittag? 🙂

Das wird ja mit jedem Tag früher. Ich nehme mal an, in Melbourne bleiben die Restaurants immer geschlossen, sind also dann sogenannte Fake Restaurants.

Also schnell unter die Dusche und dann ab ins erste Resaurant, welches noch offen hatte. Im Resti selber hatte es dann so eine Art schwarzes Brett auf welchem die nächsten Aktivitäten angepinnt sind. Es hatte ca. 99 Pilates und 45 Aerobic Kurse drauf. Genug für eine Grossstadt wie New York, aber für ein 8000 Seelendorf…

Vielleicht machen darum alle Restaurants so früh zu, weil immer alle in den Pilateskursen ihr Fudi bewegen. Und keiner mehr Zeit zum essen hat.

Unser Hotel ist eigentlich mehr eine grosse Villa oder war einmal ein Geisterhaus. Mit dem ersten Schritt über die Türschwelle fühlt man sich 100 Jahre zurückversetzt.

Bild 2 – Hoteleingang

Ich wollte so um ca. 21 Uhr an der Reception ein paar Voucher fur das WLAN holen. Es war mucksmäuschenstill im Hotel, man hörte nur das knarren des morschen Holzbodens. Und das Licht ging auch nur nach Zufallssprinzip. Das Hotel ist recht verwinkelt bis man an der Reception ist. Die war natürlich auch verwaist.

Bild 3 – Die Lampen dienen nur zur Zierde

Bild 4 – Weg ins Dunkle…

Bild 5 – Die verwaiste Reception

Das ganze Hotel ist eine ideale Location für einen Gruselfilm.

Rund um Katoomba wurde vor knapp 100 Jahren Kohle abgebaut, aussrerdem ist es eine heilige Stätte für die Aborigines. Heute ist alles gut erschlossen mit Bahnen, zum Teil made in Switzerland.

Bild 6: Schweizer Bahnen im Dschungel

Mit der weltweit steilsten Standseilbahn der Welt mit bis zu 52 Grad Neigung kann man in den Regenwald abtauchen. Die Scenic Railway (im Bild 6 rot) wurde um 1880 gebaut und diente zur Beförderung der Kohle und Arbeiter.

Bild 7: Im Scenic Railway drückt es einem in den Sitz wie bei einem Raketenstart.

Bild 8 – Das Ding ist wirklich steil, du liegst schier in deinem Sitz.

Einmal unten ausgstiegen ist man mitten im Regenwald und kann verschiedene Pfade wandern.

Bild 9 und 10 – Man sieht vor lauten Bäumen nichts mehr

Mit dem Scenic Skyway geht es dann auf die andere Seite des Tals. Das spezielle an der Bahn ist der Glasboden. So sieht man über 300 Meter in die Tiefe

Bild 11 – Scenic Skyway aus Thun (Garaventa)

Bild 12 – Der Glasboden des Scenic Skyway
Glaubt man der Traumzeit-Legende der Aborigines, lebten in Katoomba einst die drei Schwestern Meehni, Wimlah, und Gunnedoo. Als ein wütendes Flussmonster die Frauen angreifen wollte, wurden sie von ihrem Vater Tyawan, der einen besonderen Zauberknochen besaß, in Steinsäulen verwandelt. Auf seiner eigenen Flucht vor dem Monster verlor Tyawan seinen Knochen aber und konnte ihn bis heute nicht wiederfinden.

Bild 13 – Die 3 Schwestern mit ihrer Halbschwester und dem Bruder 🙂

Am Nachmittag ging es dann weiter zu unserem nächsten Übernachtungsort nach Wollongong, auf dessen Weg wir auch die berühmte Seacliff Bridge an der Golden Coast Strasse überquerten.

Bild 14 – Seacliff Bridge

Die Landschaft ist wirklich einmalig schön hier.

Nun sind wir in Wollongong und legen uns jetzt zum Schönheitsschlaf ins Bett. Gute Nacht allen.

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